Lundi 13 juillet 2009
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18:03
Par Hermann Scheer, député social-démocrate au Bundestag, père des lois allemandes sur les énergies
renouvelables, père de l'IRENA (Agence Internationale de l'Energie Renouvelable), président d'EUROSOLAR et président du Conseil Mondial des Energies Renouvelables.
"Quand le projet DESERTEC consistait à construire des centrales solaires dans le Sahara pour alimenter les pays sahariens, j'ai
salué ce projet. Mais le projet DESERTEC vise à présent à exporter l'électricité solaire nord-africaine vers l'Europe..."
Communiqué EuroSolar :
http://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=1143&Itemid=273
http://www.solarserver.de/news/news-11006.html
http://kommentare.zeit.de/user/loki45/beitrag/2009/07/13/w%C3%BCstenstrom-f%C3%BCr-europa-ist-eine-fata-morgana
Traduction en français ici
:: Wüstenstrom für Europa ist eine Fata Morgana
+ 13.07.2009 + "Das Desertec-Projekt 'Saharastrom für Nordeuropa' ist eine Fata Morgana. Die
Initiatoren selbst wissen: Daraus wird nie und nimmer etwas. Dabei könnte Desertec wirklich eine gute Idee sein."
Zur heutigen Präsentation der Münchner DESERTEC-Runde erklärt Prof. Dr. Hermann Scheer, MdB, Präsident von EUROSOLAR und Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare
Energien:
"Dabei könnte Desertec wirklich eine gute Idee sein. Wenn es darum ginge, den Sahara-Staaten zu helfen, ihre eigene Energieerzeugung vollständig auf Erneuerbare
Energien umzustellen, würde ich den Desertec-Plan uneingeschränkt begrüßen. Dies wäre ein zentraler Beitrag der EU für eine stabile wirtschaftliche und soziale Perspektive der südlichen
Mittelmeerländer und zugleich ein enormer Beitrag zum Klimaschutz. Aufgrund des dortigen Solar- und Windpotenzials wäre es sogar in weniger als 20 Jahren möglich, die Stromversorgung dieser
Länder vollständig auf Erneuerbare Energien umzustellen. Daraus können sie erheblich höheren wirtschaftlichen Nutzen ziehen als durch Stromexporte nach
Europa.
Aus mehreren substanziellen Gründen ist das jetzt präsentierte Desertec-Konzept eines großangelegten Solarstromexports nach Europa höchst fragwürdig. Die erwarteten
Kosten werden künstlich heruntergerechnet. Und die praktischen Reduzierungsmöglichkeiten des Baus der Stromtrassen werden grob überschätzt.
Selbst wenn der Plan, 15 Prozent des EU-Strombedarfs zu Investitionskosten von angeblich 400 Milliarden Euro realisierbar wäre, so wäre das keineswegs
kostengünstiger als eine Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien innerhalb der EU selbst. Allein in Deutschland wurde seit 2000 – also innerhalb von neun Jahren – der Stromerzeugungsanteil aus
Erneuerbaren Energien um 15 Prozent gesteigert, mit einem Investitionsvolumen von rund 80 Milliarden Euro. Die Kosten pro erzeugter Kilowattstunde sinken laufend.
Unbeachtet vom Desertec-Konzept bleiben auch die neuen technologischen Möglichkeiten zur Speicherung von Sonnen- und Windstrom innerhalb Europas. Mit dem zügigen
Ausbau der Erneuerbaren Energien innerhalb Europas ergibt sich die Notwendigkeit schnell zuschaltbarer dezentraler Regelkraftwerke statt des Baus von Grundlastkraftwerken in der Wüste.
Die dezentrale Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien hierzulande mit zahlreichen Produzenten wird in absehbarer Zeit zu 100 Prozent kostengünstig und flexibel
möglich sein. Kürzlich fand in Kassel eine Konferenz statt, bei der 90 deutsche Kommunen und Landkreise ihre konkreten Konzepte vorstellten, wie sie bis spätestens 2030 zu hundertprozentiger
Stromversorgung aus lokalen und regionalen Quellen kommen.
Darin steckt die Dynamik Erneuerbarer Energien. Ein wahres Großprojekt, nämlich das Gegenkonzept zu Desertec, ist schon seit 2000 in vollem Gang: Das
Erneuerbare-Energien-Gesetz, das schon hundertausende Investoren hervorgebracht hat.
Wer Desertec befürwortet, muss außerdem eine andere Kernfrage beantworten: wo künftig die Wertschöpfung aus Erneuerbaren Energien stattfindet. Es ist ein
fundamentaler volkswirtschaftlicher Unterschied, ob sie dezentral produziert werden, die Wertschöpfung also dezentral erfolgt, oder durch Großkraftwerke mit konzentrierter monopolisierter
Wertschöpfung."
Lire aussi les propos d'experts de l'énergie rapportés par le Financial Times Deutschland, dont ceux de Stephan Kohler, directeur de l'agence allemande de l'énergie
(DENA) :
Wüstenstrom: Zwischen Fata Morgana und Vision
[Electricité du désert: entre le mirage et la vision]
Die
Kritik der Energie-Experten - (...)
Auch der Leiter der Deutschen Energieagentur (Dena), Stephan Kohler, hält das Projekt für nicht marktreif. Bis 2030 gebe es "keine Veranlassung, teure Hochspannungsgleichstromleitungen aus der
Sahara nach Deutschland zu bauen". Der durch Solarenergie in der Wüste erzeugte Strom werde noch jahrzehntelang ökonomischer von den nordafrikanischen Staaten selbst verbraucht, sagt Dena-Boss
Kohler (...)
http://www.ftd.de/unternehmen/:W%FCstenstrom-Zwischen-Fata-Morgana-und-Vision/539623.html?p=6
Lire aussi :
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